Dr. iur. Wilfried Krebs
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-GmbH

Steuerspar-Checkliste: Arbeitnehmer

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Werbungskosten, Sonderausgaben

Überprüfen Sie Ihre Rechnungen aus dem Jahr 2018, ob die Ausgaben als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden können. 

Zu den Werbungskosten zählen z. B. Aus- und Fortbildungskosten, aber auch Umschulungsmaßnahmen, Arbeitskleidung, Arbeitsmittel und Werkzeuge, Fachliteratur, Gewerkschaftsbeiträge, Sprachkurse, Reisekosten, Fahrtkosten.

Als Sonderausgaben sind z. B. Spenden, Steuerberatungskosten und Kirchenbeiträge (bis € 400,00 jährlich) absetzbar.

Achtung: Ausgaben für Wohnraumschaffung und Versicherungen können grundsätzlich nicht mehr als Sonderausgaben abgesetzt werden. Nur mehr für vor dem 1.1.2016 abgeschlossene Verträge bzw. Maßnahmen bleibt der Sonderausgabenabzug noch bis 2020 erhalten.

Pendlerpauschale

Manche Werbungskosten, wie z. B. das Pendlerpauschale, können bereits vom Arbeitgeber geltend gemacht werden, wenn ihm die nötigen Daten bekannt gegeben werden. Sollte das versäumt worden sein, können Sie das in der Arbeitnehmerveranlagung nachholen.

TIPP: Auch als Teilzeitbeschäftigter steht Ihnen ein aliquotes Pendlerpauschale zu.

Aufwendungen für Kinder

Absetzen können Sie 2018 auch noch die Betreuung Ihrer Kinder. In Summe dürfen unter bestimmten Voraussetzungen € 2.300,00 jährlich als außergewöhnliche Belastung für die Kinderbetreuung abgesetzt werden.

Dies gilt so lange, bis das Kind das 10. Lebensjahr vollendet hat. Nur wenn die erhöhte Familienbeihilfe zusteht, verlängert sich diese Frist bis 16 Jahre.

Diese Absetzmöglichkeit entfällt ab 2019.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag kann auf beide Elternteile aufgeteilt werden. Dann steht für jeden Elternteil ein Freibetrag von € 300,00 jährlich pro Kind zu. Diese Aufteilung des Freibetrags kann insbesondere für Familien, bei denen beide Elternteile ähnlich hohe steuerrelevante Einkünfte erzielen, vorteilhaft sein.

Wenn der Freibetrag nur von einem geltend gemacht wird, beträgt er € 440,00 jährlich pro Kind.

Der Kinderfreibetrag entfällt ab 2019.

Letztmalige Möglichkeit der Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2011

Sie haben noch bis Jahresende Zeit, die Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2013 zu erledigen. Danach ist die Fünf-Jahres-Frist für die Antragstellung abgelaufen.

Achtung: Ab der Veranlagung 2016 erfolgt unter gewissen Voraussetzungen eine automatische Arbeitnehmerveranlagung, wenn eine Steuergutschrift zu erwarten ist.

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